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Ein paar Worte zur richtigen Fahrtechnik :-) Mit Genehmigung von Bert v. Zitzewitz, http://bvz.de Einstellungssache Der eine Fahrer ist 1,60 m, der andere 1,90 groß. Beide müssen mit einer Maschine von der Stange zurecht kommen. Zuerst wird also das Motorrad "angepaßt". Angefangen mit dem Lenker. Durch das Lockern der Lenkerhalterungsschrauben kann der Lenker gedreht werden. Lenker mit gekröpften Enden kommen so weiter nach oben oder unten. Hierdurch kann man einen gewissen Höheneffekt erzielen. Großen Fahrern ist der Lenker oft zu niedrig. Hier müssen Adapter eingebaut werden, um den Lenker höher zu setzen. Dies ist eine Maßnahme, die vor allem bei Langstrecken und Fahren im Stehen erforderlich wird. Sonst fängt der Rücken an zu schmerzen. Kupplungs-Bremshebel: Sie sollten komfortabel eingestellt sein. "Komfortabel" ist natürlich sehr individuell, in der Praxis bedeutet dies einen Neigungswinkel von 30 - 45 Grad nach vorne, von der Lenkerhorizontale aus betrachtet. Beim Greifen sollte das Handgelenk nicht angewinkelt sein, ->das ermüdet. Tipp: Armaturen nie bombenfest anziehen, damit sie sich bei einem Sturz oder Umfaller wegdrehen können. Fußrasten: Die Stellung der Fußrasten sollte waagerecht, bestenfalls V-förmig zur Längsachse des Motorrads zeigen. Das hat seinen Grund natürlich im Halt der Füße auf den Rasten. Hängen die Fußrasten nach außen und läßt sich dies nicht über die Befestigung korrigieren, setzt man an der unteren Aufnahme einen Schweißpunkt. Dadurch klappt die Fußraste nicht ganz aus und steht automatisch höher. Auch die Zähne auf den Rasten sollten immer scharf genug sein. Notfalls mit der Feile nacharbeiten. Besonders bei feuchtem Wetter und rutschigem Boden ist sicherer Halt wichtig. Nachteil: Scharfe Rasten wetzen die Stiefelsohlen schneller durch. Schalthebel: Der Ganghebel liegt idealerweise in einer Linie mit der Fußraste oder etwas höher. Damit man auch beim Fahren im Stehen noch den Fuß zum Hochschalten drunter bekommt. Bremshebel: Die Stellung des Fußbremshebel ist fürs Geländefahren höher als beim Straßenfahren. Auch hier gilt: mindestens gleiche Höhe mit der Fußraste. Bei dieser Gelegenheit sollte man gleich den Druckpunkt mit einstellen. Die Bremse muß auch beim Fahren im Stehen durch ein geringes Absenken des Fußballens ansprechen, ohne zu blockieren. Federung: Die Federung einstellen ist eine Wissenschaft für sich. Um den optimalen Wert zu finden, muß man erst den Zustand der Federelemente kennen. Dafür sucht man sich zwei feste Punkte am Motorrad, etwa die Achse und eine Schraube am Heck und mißt den Weg in komplett ausgefedertem Zustand (Motorrad mit entlastetem Hinterrad aufgebockt auf dem Mittelständer). Danach bockt man die Maschine ab, drückt ein paarmal auf die Sitzbank zum Ein- und Ausfedern und prüft so den sogenannten "statischen Durchhang", den durch das Eigengewicht des Fahrzeugs reduzierten Federweg. Die Differenz zwischen den beiden Werten sollte nicht mehr als 3 Zentimeter betragen. Anschließend mißt man den Weg unter Belastung, mit dem Fahrer im Sattel (er sollte frei und zentrisch auf der Maschine stehen). Der Unterschied zum völlig ausgefederten Zustand beträgt idealerweise 9-9,5 Zentimeter. Das gleiche gilt für den Federweg an der Gabel - hier ist der Idealwert des statischen Durchhangs maximal 4 Zentimeter. Bei den meisten Federbeinen läßt sich die Zug- und die Druckstufe verstellen. Je nach Bodenbeschaffenheit heißt dies: Harte Druckstufe - der Widerstand beim Zusammendrücken des Federbeins ist größer - für schnelle Strecken und weite Sprünge. Weiche Druckstufe entsprechend für weiche Böden und trialartige Passagen. Die Zugstufe sorgt für die Dämpfung beim Ausfedern. Bei vielen kurzen Wellen beispielsweise soll das Federbein schnell ausfedern, bei langen Wellen langsam. Tipp: Für den Alltagsgebrauch kommt man mit weicher Druckstufe und mittlerer Zugstufe am besten zurecht. Haltungsfrage Grundhaltung/-position Mit "Aufsteigen, Motorrad starten
und losfahren" ist es nicht getan. Man sollte sich vorher noch überlegen,
wie man eigentlich auf dem Moped "sitzt" bzw. "steht"! Grundsätzlich gilt: Es wird so viel
wie möglich im sitzen gefahren, und so viel wie nötig im stehen. Leider
ist es im Gelände aber fast immer nötig zu stehen! Warum ist das so? Im
stehen kann man das Motorrad unter sich arbeiten lassen. Mit Hilfe von
Armen und Beinen kann man Bodenunebenheiten ausgleichen aber der Körper/Kopf
bleibt ruhig. So kann man dann auch das Motorrad kontrollieren, auf ihm
agieren und es dirigieren. Geradeaus Beim Geradeaus fahren gilt, falls
Unebenheiten, Löcher oder Spurrillen vorhanden sind, Vorderrad entlasten,
Hinterrad belasten und VOLLGAS... Kurven Zur einfacheren Behandlung "zerlegen"
wir die Kurve in drei Bereiche: Zur Anfahrt: Wir kommen stehend auf die Kurve
zu (wie siehe 2.), möglichst auf einer Linie ohne Löcher und mit gutem
Grip. Gerade vor der Kurve ist das Stehen besonders wichtig, damit wir
das Motorrad sauber und sicher in die von uns angestrebte Spur dirigieren
können und gleichzeitig die Schläge von den Anbremswellen ausgleichen.
Um das Motorrad stabil halten zu können, müssen wir möglichst weit hinten
stehen. Den Grip brauchen wir zum Bremsen. Natürlich werden grundsätzlich
beide Bremsen gleichmäßig und intensiv genutzt! Das Hinterrad darfauf
keinen Fall blockieren, da es sonst nur geradeaus rutscht und nicht in
unseren "Halt"(s.u.) läuft! Die Kurve: In dem Moment, in dem das Vorderrad
Halt hat (Spurrille, Anlieger, besonders griffiger Boden, etc.) und die
eigentliche Richtungsänderung stattfindet (in der Regel kurz vor dem Scheitelpunkt
der Kurve), setzen wir uns hin! Beim hinsetzen ist darauf zu achten, daß
der Bremsfuß von der Bremse geht, ansonsten hat man das gesamte Gewicht
des Beines/Körpers auf der Bremse und das Hinterrad blockiert! (Vor allem
bei Linkskurven ein Problem!) Wir setzen uns in der Regel möglichst weit
nach vorn, Richtung Drehpunkt (Steuerkopf). Dabei ist wichtig, daß nicht
nur der Hintern vorn ist, sondern auch Oberkörper und Kopf müssen mitkommen! Zur Abfahrt: Sobald wir merken, daß beide Räder
(also auch das Hinterrad) sicheren Halt haben, können wir beschleunigen.
Wichtig ist, daß man nicht zu Früh Gas macht, da man sonst nur quer steht
und nicht vorwärts kommt (die Zuschauer lieben das allerdings ...). Wenn
der Halt zu Ende ist, muß man das Motorrad aufgerichtet haben, da man
sonst durch die Querbeschleunigung und den fehlenden Halt am Hinterrad
in den ungewollten Drift geht. Haben wir wieder Löcher nach der Kurve,
müssen wir das Hinterrad besonders belasten, damit es nicht an Fängt,
umherzuspringen! Wir können das machen, indem wir einfach auf der Sitzbank
etwas nach hinten rutschen (das ist die einfachste Methode) oder aufstehen
(vor allem bei lieferen Löchern empfehlenswert). Natürlich darf man hier
auch das Gasgeben nicht vergessen! Driften Das Driften ist im allgemeinem nicht
so wichtig. Es zu beherrschen kann dennoch nichts schaden. Man kommt am
leichtesten in den Drift, indem man eine Kurve ohne richtigen Halt fährt
und zu-"hart" beschleunigt. Jetzt wird das Hinterrad ausbrechen. Ein guter
Drift erfordert viel Gefühl und Geschick. Die größte Gefahr lauert bei
schnellen Drifts, und zwar die des "Highsiders". Zu vermeiden durch vorsichtiges
heran tasten und viel Übung! Man kann den Drift auch im "kleinen" üben,
indem man beim Einfahren in die Kurve bewußt das Hinterrad blockieren
läßt, und dann noch während des Rutschens die Kupplung wieder zusammen
mit Gas kommen läßt. Wenn man es dabei mal übertreibt, sind die Konsequenzen
meist nicht so schlimm!
"Runter kommen sie alle" sagt man.
Wir wollen auf unseren zwei Rädern nicht egal wie, sondern heil unten
ankommen. Dazu muß man ein paar Dinge beachten und vor allem die Technik
beherrschen. Wer es langsam kann, macht es auch mit Tempo richtig. Vor
der Hangkante Gewicht nach hinten auf das Hinterrad. Warum? beugt man
sich nach vorne, läuft man Gefahr, daß das Heck der Maschine abhebt. Es
geht auch hier um das kontrollierte Fahren und Bremsen. Genau auf einem
bestimmten Punkt bergab anhalten können, ist das Lernziel. Hierfür übt
man erst an einem kleinen Hang, tastet sich mit Vorder- und Fußbremse
bis kurz vor dem Blockieren an die maximale Bremswirkung heran. Übungsziel:
So langsam wie möglich den Hang hinunterfahren und unmittelbar bei Erreichen
der Horizontale im rechten Winkel abbiegen. Im nächsten Schritt wird an
einem bestimmten Punkt angehalten. Bergauf: Es geht los mit kurzen Auffahrten.
Wir üben ganz sauber die Technik. Anschließend kann man mehr Gas geben,
auch mal die Hangkante überspringen. Aber halt - erst langsam. Damit die
richtige Technik in Fleisch und Blut übergeht. Wir stehen unten und wollen
bergauf. Die Fahr-Phasen zerteilen sich folgendermaßen: Springen: Beim Bergauffahren reicht schon eine
Idee zuviel Gas, und die Maschine hebt ab. Allmählich tastet man sich
so an die Sprünge heran. Hindernislauf Beim Fahren abseits befestigter Wege
rollt man in den seltensten Fällen bequem dahin. Egal ob im Wettbewerb
oder beim Endurowandern, erst durch die verschiedenen Hindernisse wird
die Strecke interessant. Ja, es gilt doch eigentlich: je mehr Hindernisse
und Probleme, um so anspruchsvoller und interessanter wird die Strecke!
Und es gibt viele verschiedene Hindernisse im Gelände, wie zum Beispiel:
Wasserdurchfahrten, Schlammlöcher, Spurrillen, Wurzeln, Baumstämme und
so weiter ... Die erste Faustregel heißt wieder einmal: Im Stehen fallen!
Wir versuchen die meisten Hindernisse stehend zu bewältigen, um eine bessere
Kontrolle über das Moped zu haben, um besser Ausgleichen und Belasten
zu können, und um uns zu schonen! Die Wasserdurchfahrt: Bei kleineren Pfützen und kurzen,
flachen Bächen versuchen wir nur, das Vorderrad über das Naß zu heben.
So ist gewährleistet, daß wir nicht triefend naß werden! Die Geschwindigkeit
ist hier nicht so entscheidend, allerdings bekommt man das Vorderrad bei
niedrigerein Speed leichter hoch. Jetzt stellt sich natürlich die Frage,
wie bekomme ich überhaupt das Vorderrad hoch? Also am einfachsten geht
es durch plötzliches, etwas abruptes loslassen der Kupplung und gleichzeitigem
Gasgeben und gleichzeitigem leichten ziehen am Lenker bei Gewichtsverlagerung
nach Hinten! Da das nicht jedem in die Wiege gelegt ist, sollte man das
erst einmal üben, bevor man sich an die Hindernisse macht! Ist die Durchfahrt
tiefer und länger, fahren wir mit wenig Speed hindurch, damit das Spritzwasser
nicht in Luftfilter und Vergaser gelangen kann. Aber auch, weil es nicht
so lustig ist, den ganzen Tag total naß durch die Gegend zu fahren...
Sehr wichtig ist auch, daß man versucht zu erkennen, wo die tiefen Stellen
sind, um die dann zu meiden! Man sollte sich an einer schwer einzuschätzenden
Durchfahrt auch nicht unbedingt vordrängen. Wenn man hängen bleibt ist
man schnell allein und keiner sagt Danke! Schlamm/-löcher: Bei Schlammlöchern verhält es sich
ähnlich wie bei Wasserdurchfahrlen. Allerdings ist hier etwas Geschwindigkeit
schon wichtig, da der Schlamm einen immer "festhalten" will. Um so wichtiger
ist es auch, sich eine gute Spur auszusuchen, und nicht immer bedingungslos
dem Vordermann hinterher zu heizen. Bleibt der hängen, haben wir gleich
zwei Probleme: l. Wir stehen, anstatt zu fahren; 2. Wir stehen in einer
tiefen Spur im Schlamm und müssen da erst mal wieder raus kommen! Also,
ruhig mal vor dem Loch anhalten und schauen, wie der Andere es macht,
und nach alternativ Spuren Ausschau halten. Wurzeln/Baumstämme: Wurzeln sind eigentlich halb so wild,
man darf auf ihnen nur nicht hart beschleunigen, nicht hart bremsen und
auch keine plötzlichen harten Kurven fahren ... Es gilt, Ruhe bewahren
und möglichst weich und rund zu fahren. Allerdings muß man verschärft
aufpassen, wenn die Wurzeln naß sind. Dann sind sie nämlich unberechenbar
glatt und gefährlich! Mit den Baumstämmen sollte man sich grundsätzlich
etwas genauer auseinander setzen. Auf jeden Fall nicht mit Gewalt drüber
räubern. Meist geht das nämlich mit einem derben Sturz aus! Also Regel
l: Tempo verringern und langsam drauf zu fahren; Regel 2: möglichst immer
im Rechten Winkel anfahren; Regel 3: wieder versuchen, das Vorderrad "drüber
zu lieben". Dann haben wir nämlich schon mal die erste Hälfte geschafft.
Wenn das Vorderrad auf oder über den Stamm ist, müssen wir wieder vom
Gas gehen, damit wir nicht zu schnell und zu hart mit dem Hinterrad gegen
knallen. Gleichzeitig entlasten wir unser Motorrad, damit das Hi-Rad über
den Baum rollen kann. Spurrillen: Den Spurrillen sollte man grundsätzlich,
wenn möglich, aus den Weg gehen. An sonsten gilt: die Rille gerade anfahren,
so das man sie sauber trifft, dann Blick nach vorn, zum Ziel (Ende der
Rille, oder noch weiter), UND durch die Rille BESCHLEUNIGEN! Es ist hier
ganz ähnlich wie im Schlamm, durch die Geschwindigkeit wird unser Moped
wieder stabil. Gehen wir vom Gas, neigen wir dazu, das Gleichgewicht zu
verlieren und zu einer Seite umzukippen. Manchmal ist eine Spurrille auch
besser als die riesige Pfütze daneben. Also unbedingt üben!!! Der Sprung: Das Springen an sich ist nicht so
dramatisch. Viel wichtiger ist das Landen. Obwohl, runter kommen sie alle!
Eine kontrollierte Landung ist jedoch das A und 0 jeder Flugaktion. Sonst
blamiert man sich nicht nur, sondern tut sich auch noch gewaltig weh. Die Landung: Auch hier gibt es drei Möglichkeiten
- naja, manchmal auch vier.
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